Gründung des Fördervereins Kirche und Orgel

 

Salzkotten hat einen neuen Förderverein

Die Kirche, die Orgel und die Förderung der Kirchenmusik im Pastoralverbund Salzkotten können zukünftig auf die Unterstützung des neuen Fördervereins bauen. Der Förderverein will materiell und ideell unterstützen, so der Vorstand. Materiell durch die Generierung von Spenden für die Baumaßnahmen an der Kirche und der Orgel. Ideell durch die Ausrichtung von Veranstaltungen.

Drei Schwerpunkte liegen dem neuen Vorstand (Martin Beisler, Thomas Rieff, Stefan Jung und Matthias Wagener) ganz besonders am Herzen.

 

1. Die Kirche St. Johannes Enth. Salzkotten

Die Salzkottener Pfarrkirche St. Johannes wird zum ersten Mal im Friedensvertrag vom 24.08.1256, den Erzbischof Konrad von Köln und Bischof Simon von Paderborn wegen ihrer Grenzstreitigkeiten schlossen, erwähnt. Die Pfarrkirche St. Johannes ist eine dreischiffige, zweijochige westfälische Hallenkirche.

1.1 Unterstützung der Außen- und Innenrenovierung

1.1.2 Außenrenovierung:

Der steinsichtige Kirchenschiffbaukörper soll analog zum Turm mit einem einlagigen Putz als Witte-rungsschutz versehen werden. Partiell ist dringend ein Steinaustausch erforderlich. Damit einher-gehend soll auch die Totenleuchte aus dem 14. Jahrhundert saniert werden. Das temporäre Schutzdach über der Totenleuchte sowie die beiden provisorischen Eingangsvordächer sollen durch ein dauerhaftes Schutzdach bzw. Eingangsvordach ersetzt werden. In diesem Zusammenhang ist auch die Erneuerung der Außenbeleuchtung sinnvoll.

Das Mauerwerk besteht aus heimischen Kalksteinarten unterschiedlicher Qualitäten. Die Oberflä-che des Mauerwerks ist unregelmäßig überputzt. Die Mauerwerksoberfläche aus Kalksteinen ist mit unterschiedlichen Reparaturmörteln überarbeitet worden. Die Schichten lösen sich voneinan-der ab, stehen hohl oder sanden an der Oberfläche ab. Es sind zum Teil stark zementhaltige Schich-ten auf Kalkoberflächen aufgetragen worden. Es finden sich schwarzgraue Mörtel mit Einschlüssen von glasig erstarrten Schlackenbruchstücken. Daneben gibt es auch noch eine Fläche mit Putz aus der Bauzeit der Kirche.
Das Mauerwerk unterhalb der Putzschichten ist heterogen und besteht zum Teil aus Kalkstein- und Ziegelbruchstücken. Es weist einen Flickenteppich von Mörtelreparaturen und Ergänzungen auf. Die Kalksteine sind von sehr unterschiedlicher Qualität. Das unregelmäßige Mauerwerk ist durch die Teilputzflächen unstrukturiert. Die Kalksteine lösen sich vereinzelt in schiefrigen Lagen auf und sind durch die zementhaltigen Mörtelanböschungen zerstört. Die Oberflächen der Stützpfeiler sind zum großen Teil mit Sandsteinplatten bündig abgedeckt. Die Abdecksteine auf den Stützpfeilern sind weitgehend intakt. Offene Pfeiler (z.B. Nordseite an der Sakristei) sind stark mit organischen Belägen verunreinigt und weisen Feuchte- und Frostschäden auf. Es sind also historische Gründe (weil mittelalterliche Kirchen durch einen „Opferputz“ geschützt waren) und es sind aktuelle, denkmalpflegerische Gründe (Schutz des Mauerwerkes), dass auch das Kirchenschiff in Anlehnung an den Kirchturm verputzt wird. Zurzeit geht die Außenrenovierung Schritt für Schritt voran.
Dafür sind erhebliche finanzielle Mittel erforderlich, die teilweise auch durch die Kirchengemeinde selbst zu erbringen sind. Die Genehmigung seitens des EGV liegt seit 2020 vor. Dabei will der För-derverein unterstützen. Im Rahmen dieser Außenrenovierung ergaben sich aber weitere erhebli-che Baumängel, die jetzt mit beseitigt werden.

 

1.1.3 Innenrenovierung

Auch hier sieht sich der Förderverein gefordert. Die letzte durchgreifende Umgestaltung war 1968/69 mit Pastor Redemann und Architekt Stiegemann sowie dem Künstler Josef Rikus. Anfang der 1990er Jahre gab es kleinere Arbeiten unter Pastor Rüsing. Entsprechend sind nach mehr als einem halben Jahrhundert die technischen Anlagen sowie die gesamte Gestaltung und Einrichtung in die Jahre gekommen. Seit Jahren gibt es viele Beschwerden über die mangelhafte Lautsprecher-anlage und die grelle Beleuchtung. Dazu gibt es seit langem technische Probleme mit der gesamten Elektroversorgung. Das hat der Kirchenvorstand seit 2019 zum Anlass genommen, sich gründlich mit der Frage nach einer umfassenden Renovierung des Innenraumes zu beschäftigen.
Bald stellte sich heraus, dass neben den vielen technischen Modernisierungen auch die Anordnung und Gestaltung der liturgischen Orte (Altar, Ambo, Tabernakel, Taufstein, Priestersitz), die Gestal-tung des „Beschränkten Zugangs“ im Turm und die Farbfassung der Kirche Herausforderungen sind.
2020 wurde die Entscheidung getroffen, einen Künstlerwettbewerb auszuloben. In guter Zusam-menarbeit mit den entsprechenden Stellen des Erzbischöflichen Generalvikariates in Paderborn wurden fünf Künstler aus ganz Deutschland eingeladen, ihre Ideen für die Gestaltung des Altar-raumes zu präsentieren. Dabei sollte jeweils eine Variante mit der bisherigen Ausstattung von Jo-sef Rikus und eine mit neuer Ausstattung erarbeitet werden.
Nach den ersten Gesprächen mit den beteiligten Künstlern im Januar 2021 und zwei Präsentatio-nen vor einer Jury (aus Mitarbeitern des Erzb. Generalvikariates, der Denkmalbehörden, des Kir-chenvorstandes und des Pfarrgemeinderates) hat der Kirchenvorstand nach gründlichen Diskussio-nen im August 2021 beschlossen, die Ideen von P. Abraham Fischer OSB aufzugreifen und mit ihm weiter zu planen und zu arbeiten.

2. Die Orgel

Die Orgel geht im Kern auf ein romantisches Instrument aus den Jahren 1889/1890 zurück, welche durch die Fa. F. Eggert errichtet wurde. Die Orgelhistorie ist, wie in so vielen Kirchen eine eher nicht so glückliche. Eine, laut den Unterlagen gute Barockorgel wurde, wie leider oft und seinerzeit auch typisch für dieses und auch andere Handwerksberufe schlecht geredet bzw. "repariert" und ent-sorgt. Der seinerzeitige Neubau Ende des 19.Jhds. wurde auf der Höhe der damaligen Technik und Mode vorgenommen. Heute gehört sie objektiv zu den
musikalisch/künstlerisch wertvollen und stilprägenden Instrumenten der damaligen Zeit.

Obwohl nicht bes. groß bzw. handwerklich außergewöhnlich gut gearbeitet, lassen sich doch an vielen orig. Pfeifen sehr gute Qualitäten ablesen. Leider wurde, wie nicht überall, so doch an sehr vielen Instrumenten dieser Zeit oft unnötige, handwerklich oft zweitklassige Umbauten (hier zu Beginn des Krieges) vorgenommen, sofern sie nicht komplett entsorgt wurden (Zeitgeist / Orgel-bewegung).

Durch umstellen von Registern, Veränderung und Zubau, stieg die Registerzahl von 19 auf 25, was leider auch mit einem Wechsel der Steuerung (mechan,> elektr.) einherging. Die Qualität der elektrisch-/ steuerungstechnischen Anlage sorgte schon 10 -15 Jahre nach dem Umbau und bis heute für schwerwiegende technische und künstlerische Probleme, die über die Jahre weiter zu-genommen haben und nie grundlegend behoben wurden.

Ende der 60er Jahre wurde durch den Zubau eines 4. Teilwerkes, das leider keine eigene An-spielmöglichkeit (Klaviatur) besitzt, die Anzahl der Register um 5 Klangfarben im Sinne der Orgel-bewegung erweitert. Damit besitzt unsere Orgel Klangfarben aus verschiedenen Epochen.

Beide Umarbeitungen des urspr. Instrumentes sind aus künstlerisch / praktischen Gesichtspunkten nicht ganz schlüssig und zu Ende gedacht, Spieltischausgestaltung und Position). Dies wird den Er-fordernissen und Möglichkeiten der heutigen gottesdienstlichen und konzertanten Praxis nicht gerecht. Die Johanneskirche, die nun durch Außen- und Innen-
renovierung eine bedeutende Aufwertung erfährt, hat ein besseres Instrument verdient!

Seit einigen Jahren ist es gängige Praxis, solche Instrumente behutsam, den jeweiligen Zeitepo-chen gerecht werdend, nachhaltig (auch mit Gebrauchtteilen) und doch technisch und musikalisch auf der Höhe der Zeit zu reorganisieren. Zu diesem Zweck hat die Kirchengemeinde verschiedene Orgelbaufirmen um ein dementsprechendes Angebot angefragt.

Umfangreiche Sanierungsarbeiten sind daher dringend erforderlich und sollen im Rahmen der an-stehenden Innenrenovierung vorgenommen werden.

 

3. Förderung der Kirchenmusik im Pastoralverbund

Der Vorstand des Fördervereins freut sich außerordentlich, dass mit dem Leuchtturmmusiker Thomas Rieff und dem Organisten Stefan Jung zwei anerkannte Experten zu diesem Thema in den Vorstand berufen wurden.

Ein weiterer Förderschwerpunkt ist die Belebung des kirchenmusikalischen Lebens in St. Johannes und im PV-Salzkotten. Honorare für Musiker, die in Gottesdiensten u. Konzerten mitwirken, für Musiklehrer, die Instrumentalunterricht erteilen, der Erwerb von Notenmaterial u. Instrumenten und deren Pflege, Chorkleidung und Chorfahrten / Ausflüge, Plakate und Werbung etc., all das er-fordert Unterstützung. Kirche kann hier auch im kulturellen Umfeld von Stadt und Kommunen für neue Impulse sorgen. Gefördert werden soll auch der Unterricht von Kindern, deren Eltern das nicht zahlen können; evtl. in Verbindung mit einer Unterrichtspatenschaft.

Für die zukünftige Arbeit des Fördervereins ist die Anzahl der Mitglieder(innen) von sehr großer Bedeutung. Jedes weitere Mitglied ist herzlich willkommen!

Eine Beitrittserklärung zum Förderverein finden Sie hier im Anhang; ansonsten liegen auch Exemplare im Pfarrbüro aus.

Viele Grüße!

Der Vorstand!

Letzte Änderung am Montag, 25 April 2022 10:50

Termine St. Johannes Salzkotten